Thursday, September 15

Der schmale Grat zwischen Alt und Neu. Und der Sommer.

Ja, das Jahr ist schon wieder knapp 4 Monate alt und man könnte meinen die Beth Edges rühren keinen Finger.“ Zitat aus einem früheren Blog (The Quiet before the Storm, 28. April)
Jetzt ist es mehr als doppelt so alt. Finger wurden alle gerührt, aber auch zwischenzeitig mal eben gebrochen, im Storm; und anschließend wieder bandagiert. C’est la vie, hieß es.
Die Nachbarn dürfen sich also noch ein Weilchen gedulden, oder sich auf was Neues freuen. Diesmal nicht alt-neu sondern neu-neu versteht sich.
 
Ganz anders hier im Land der Berge. Seit 1. September gibt’s das neue Lied ‚Other Side’ und das dazugehörige Video. (An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Christian Gstöttner und Nikolaus Küng (obscurafilm) für die Geduld!! und das schöne Ergebnis)

Ohne Turbolenzen ist das ja nicht verlaufen. Alles schien (also ich wäre für ‚scheinte’) im Kasten zu sein, als in uns, wie aus dem nichts, ein Gefühl hochkam, welches uns mitteilte, man solle doch die Tristheit, welches das Lied ja eigentlich transportierte, doch mit Sonne fluten. Sorry an die Statisten welche wir ohne jegliches Brot und Wasser auf den wohl schönsten innerstädtischen Aussichtspunkt ganz Wien’s lockten. Nur um euch zu demütigen? Ganz bestimmt nicht. Ich hoffe ihr verzeiht, bitte.

Wie dem auch sei, wir haben den halben Sommer an verschiedensten Orten verbracht um an neuen Songs zu arbeiten. Man muss schon sagen, eine grausame Erfahrung. Wir waren es gewohnt alle 3-4 Monate ins Studio zu pilgern, zu lachen und um dort 3 Songs festzuhalten und jetzt Das. Eine LP.
War aber unser Wunsch, mal viel Material aus einem Guss zu schaffen. Dem Himmel sei Dank, sind zwischen dem letztem Studioaufenthalt und dem Hier und Jetzt, doch wieder viel Dinge entstanden. Also wir hatten einen gewissen Polster. Wenn auch mit hartem Stroh gefüllt und einem alten hässlichen Überzug geschmückt.
Deshalb fühlen wir uns nach wie vor relativ gut im Rennen. Ois geht se aus. Und der Druck zwischen erstem und zweitem Album, welcher schon zahlreiche Künstler ins Schwanken brachte, der drückt nicht so schlimm. Wegen dem Polster eben.

Der Gips ist weg, unsere Finger haben sich erholt und rühren sich mehr denn je (Also das mit ‚Other Side’ waren noch die alten Finger) und endlich können wir wieder das machen, worum es uns eigentlich geht. Musik und Blödsinn.
So viel dazu. Also jetzt zu ‚Other Side’ tanzen und das Video anschauen, Konzerte spielen und Neues schaffen für’s zweite erste Album. Das ist der Plan. Angaben ohne Gewähr, wohlgemerkt!

Also hier das neue Video. Wir freuen uns über alle Teilungen und Kommentare, ob gut oder schlecht. Alles geil.


Und diesmal gibt’s auch Material vom Videodreh


- Toby


Tuesday, July 5

Von Staus und Fähren. Auf Tour - Teil 2



TAG 3
Luxemburg/Regensburg

zurück nach Deutschland

Wieder fit und motiviert ging’s weiter in Richtung Regensburg. Mehr als 6 Stunden dauerte unsere Reise und als würde das nicht schon lang genug gewesen sein, gab es auch noch einen mächtigen Stau, welcher sich nicht aufzulösen schien. Irgendwie ging sich das dann doch alles recht gut aus und wir erreichten unser Ziel ohne gröbere Verspätung.
Die „Heimat“, ein Lokal welches wir schon bei unserer letzten Deutschland Tour beehren durften. Endlich gab es auch wieder Internet und jeder konnte erleichtert seiner Spiel, Wett, E-banking oder Social-Network Sucht nachgehen. Nach einem ausgiebigen Soundcheck und verschiedensten Eis Sorten vom nahegelegenen Italiener kamen dann auch schon die ersten Gäste.
Wie schon 1 Jahr zuvor, fühlten wir uns auch diesmal sehr wohl beim Konzert, zurückzuführen auf die direkte Nähe zum Publikum und die atemberaubende Atmosphäre, welche während des Konzertes entstand. Als würde man zu Hause im Wohnzimmer für Freunde spielen, die einem gespannt zuhören. Etwas sehr einzigartiges und besonderes.
Mit gutem Gefühl und verfolgt vom Gedanken an die bevorstehende Heimreise am nächsten Morgen, wurde noch fleißig in der Getränkekarte gelesen und bis zum Umfallen getanzt - Nächtliche Erkundungsgänge und andere überraschende Wanderungen bescherten einigen ein eher unsanftes Erwachen. Noch beim Heimfahren hatten wir gemischte Gefühle über Passiertes. Zum Schluss siegte dann doch das Gelächter.
Wieder zurück in Wien gab’s mal eine 2-tägige Pause bevor wir dann am 03. Juni unsere Reise nach Konstanz fortsetzten.


Wien/Konstanz



Wieder mit frischen Unterhosen im Gepäck machten wir uns im Morgengrauen auf den Weg nach Konstanz. Sicherlich auch kein Katzensprung, jedoch gab es einen Lichtblick, welcher die Fahrt, wenn auch nicht wirklich, verkürzte – wir sollten mit einer Fähre den Bodensee überqueren. Klingt jetzt so, als hätten wir noch eine Fähre gesehen, geschweige denn wären mit einer gefahren, aber das erste mal gemeinsam als Band über das Wasser zu schippern, gab uns schon das Gefühl als würden wir etwas hinter uns lassen und auf etwas neues zusteuern. Ganze 14 Minuten währte das Glück. Der Zusammenhalt untereinander war hier sicher am Höhepunk. Naja, so emotional war das ganze dann vielleicht nicht, aber der Bodensee wusste uns schon zu verzaubern.

Bodensee

Fast gerammt vom örtlichen Getränkelieferanten nahm das Ausräumen, Einräumen, Aufbauen und Soundchecken seinen Lauf und als wir Stunden später die Bühne betraten, freuten wir uns riesig, da der Kulturladen doch sehr gut mit Besuchern befüllt war. Das Konzert machte unheimlich Spaß.




Nicht so viel Spaß machte dann die Suche nach einem After-Show-Lokal in Konstanz. Wir hatten uns eindeutig zu wenig über den Standort etwaiger Clubs oder Bars informiert und plötzlich landeten wir in einer dieser elendigen Großraumdiskos bei denen einfach nichts stimmt. Selbst schuld.
Egal, die Currywurstbude beim Ausgang lies mich das alles zumindest für einen Moment vergessen.
Der Hinweg war eindeutig kürzer, aber irgendwann kamen wir dann doch gut, wenn auch furchtbar verbraucht, in unseren Zimmern an.
Der nächste Morgen bescherte uns ein stärkendes Frühstück und eine weitere Fahrt mit der Fähre, diesmal in die andere Richtung.

Natürlich hatten wir stets eine Kamera dabei. Dave hat aus einigen Momenten ein Video gebastelt.




 - Toby


Tuesday, June 7

Kulinarische Schmankerl und endlose Mittelstreifen. Auf Tour - Teil 1

Ja, mittlerweile sind wir zurückgekehrt und befinden uns wieder in gewohnter Umgebung. Mehr oder weniger erholt von unserem Deutschlandausflug mit Abstecher in Luxemburg. Die 4 Konzerte in Hamburg, Tuntange, Regensburg und Konstanz und die damit verbundenen 4000 Kilometer boten genügend Platz für zahlreiche Erlebnisse und Abenteuer - Einen kleinen Auszug daraus gibt es in diesem Blog.

Auf Achse


TAG 1 und 2
(Nürnberg/Hamburg)

Da es ja doch ein Stückchen ist nach Hamburg, haben wir die Strecke in zwei geteilt und erstmal eine Nacht in Nürnberg verbracht – So wie richtige Reisende das tun, in einem Motel neben der Autobahn, um kräftig Zeit zu sparen. Das Summen des zuvor geplünderten Getränkeautomaten und die vorbeischnellenden Wagen in naher Entfernung wogen uns überraschend gut ins Land der Träume, für welches gerade mal ein paar Quadratmeter vorgesehen waren. 

Quer durch Deutschland

Lange war sie jedoch nicht, die Nacht, denn zeitig um 9 ging’s dann weiter Richtung Norden. Umso länger war dafür die Fahrt. Fahrt - so fad wie das Wort auch die Tat.
Was blieb in Erinnerung – Das endlose Vorbeiziehen der Mittelstreifen, unfassbare Manöver risikobereiter Autofahrer, lustige Lastwagenaufschriften und die schlimmsten Kaffees der Erde.
Endlich angekommen in Hamburg, hatte sich jeder dann doch wieder sehr schnell an die Freiheit gewohnt. Bewegung kann so schön sein.
Da wir aus Zeitgründen noch nicht in unserer Unterkunft einchecken konnten, spazierten wir mal gemütlich am Fischmarkt beziehungsweise Hafen entlang. Ein kühler Wind und ein leichter Meeresduft lies vor allem mein Herz wieder höher schlagen – Ich liebe den Norden. Wie’s den anderen dabei erging? Keine Ahnung, hab wohl nicht gefragt in meiner Euphorie.
Die Idylle, umrahmt von einer lautstarken Anti-Atomkraft Demonstration nebenan. Geschwächt von der Reise, verschlug es uns in ein nahegelegenes Restaurant. Fisch, ja, Fisch wäre angebracht gewesen in der Hansestadt. Auf den Tisch kam jedoch die beste Currywurst aller Zeiten – so unendlich gut, dass ich sie jetzt unbedingt erwähnen wollte.


Dave hielt die göttliche Speise auf einem Foto fest


Gestärkt und zufrieden bezogen wir unsere Herberge und fuhren dann anschließend direkt zum KIR. Dort trafen wir gleich auf die freundlichen ‚Four Colours’ welche den gesamten Konzertabend organisierten und schon fleißig am Aufbauen waren. (Danke noch mal an dieser Stelle)
Es war dann schon relativ spät geworden und nach dem Soundcheck trudelten die ersten Gäste in den Club. All die lieben Leute und deren gute Stimmung machten den Abend zu einem sehr schönen Erlebnis.
Unseren Bus inklusive Equipment in Sicherheit gebracht und mit Motivation im Gepäck, stürzten wir uns ins Hamburger Nachtleben – nein nein, diesmal nicht Reeperbahn.
Zu späterer Stunde ging’s dann zurück in unsere Zimmer, doch irgendwie war uns das dann noch immer nicht genug Hamburg. Gleich um die Ecke fanden wir eine interessante Bar, welche sich sehr gut für ein Abschlussgetränk anbot. Gemütliche Atmosphäre und best of Hildegard Knef. Ja, mir hätte auch das gereicht to be honest, doch als uns plötzlich der freundliche DJ darauf aufmerksam machte, dass es irgendwo einen Keller gab, fanden wir uns 5 Minuten später eine Stock tiefer. Wäre der Abgang nicht als Bücherregal getarnt gewesen, wären wir vielleicht schon viel früher dort gelandet. Pochende Clubmukke – genau was wir brauchten.
Taub und müde fielen wir in unsere Betten und erwachten schon kurze Zeit später durch das gnadenlose Gebrüll der Marktschreier.

TAG 2
(Tuntange/Luxemburg)

Runter ins idyllische Luxemburg


Natürlich waren wir noch nicht ganz ausgeschlafen. Das sollte sich aber noch ändern während der 6-stündigen Fahrt, welche wir vor uns hatten. Auf natürliche und mh, andere Weise - durch Fritz-Kola, denn die hatten wir en masse an Board. Mhjam! Hummel Hummel – Mors Mors!

vielviel Koffein


Von einer eiskalten regnerischen Hafenstadt ins harmonische 30° heiße Tuntange, Luxemburg. Temperaturschwankungen können ganz schön unter die Haut gehen.
Food For Your Senses, ein sehr interessantes Festival. 3 Tage, 3 Bühnen, mehr als 80 Bands und ein überdimensionaler Backstagebereich, welcher jeglichen Kontakt mit anderen Bands schier unmöglich erscheinen lies.
Die pralle Sonne verzieh keinem im Publikum die durchzechten Nächte und auch die Tanzbewegungen Vereinzelter, ließen auf ein feuchtfröhliches Wochenende schließen. Um ganz ehrlich zu sein, war auch bei uns die vergangene Nacht nicht unbemerkt vorbeigezogen.
Nachdem wir nach der Show unser Equipment wieder in den Bus verfrachtet hatten, beschlossen wir nach 2 Stunden Bands anschauen und vergeblicher Sitzgelegenheitssuche, in unserer Unterkunft einzuchecken.
10 Stunden Schlaf und eine gute Dusche – bereit für die nächste Hürde.

Weiter geht’s im nächsten Blog!

- Toby

Thursday, April 28

The Quiet Before The Storm

Ja, das Jahr ist schon wieder knapp 4 Monate alt und man könnte meinen die Beth Edges rühren keinen Finger. Es gibt keine neuen Songs, keine neuen Videos, nichts; hier und da mal ein kleines Bildchen oder ein paar Zeilen auf Facebook, that's all. 
Ganz recht, das könnte man meinen. Hoffentlich kann dieser Blog etwas Klarheit schaffen.

Wir haben momentan ziemlich viel um die Ohren, denn wir befinden uns schon seit längerer Zeit in den Vorbereitungen zum bevorstehenden Release. Release fragt sich da vielleicht jemand – welcher Release? Was ist mit den EPs und dem Sammelalbum? Das ist doch alles schon draußen?
Stimmt. Kurz die Erklärung - Wenn man's ganz genau nimmt hat sich bisher alles nahezu ausschließlich auf Österreich beschränkt. Es gab also bis heute lediglich einen nationalen Release und eben das wird sich in naher Zukunft ändern.
Es ist noch etwas zu früh, das genaue Datum zu verraten, aber Mitte des Jahres erscheint ’What’s in it for me' endlich auch in Deutschland und der Schweiz, juhu – and once again in Austria.
Alle 4 EPs werden jetzt auf einer CD vereint, die dann ganz offiziell, wie gewohnt, im Handel erhältlich sein wird. Abgesehen vom Cover gibt es aber auch bei der Tracklist eine kleine Veränderung, nämlich Zuwachs - 2 neue Songs welche wir erst vor kurzem aufgenommen haben.
Hier für alle die’s noch nicht gesehen haben. Ein paar Eindrücke von der Studioarbeit auf Video festgehalten - zum Video



Erfreulicherweiße rückt die Veröffentlichung näher und näher. Artwork ist bereits fertig, ein neues Video bald und ein paar wichtige Dinge welche so angefallen sind, beziehungsweise wahrscheinlich noch anfallen werden, gehören noch erledigt. Die Vorbereitungen neigen sich jedoch, zumindest was uns als Band betrifft, schön langsam dem Ende zu.


Videoshoot, Prayin’ Dave & Fingernailin’ Flo.   photo: Alexandra Wachek    

Toby & Video-Guru Christian Gstoettner.  photo: Alexandra Wachek

Gaby, am Berg mit Blick über Wien.   photo: Alexandra Wachek

Mit dem Ende dieser sehr arbeitsreichen Phase beginnt jedoch nahtlos die nächste. Konzerte in Österreich, Deutschland und zu unserer besonderen Freude, erstmals in Luxemburg. Einen Gesamtüberblick der Termine gibt’s hier (das dazugehörige Event auf facebook hier)


Graz, Stadthalle.  photo: Alexandra Wachek


Es bleibt spannend.


- Toby