Tuesday, June 7

Kulinarische Schmankerl und endlose Mittelstreifen. Auf Tour - Teil 1

Ja, mittlerweile sind wir zurückgekehrt und befinden uns wieder in gewohnter Umgebung. Mehr oder weniger erholt von unserem Deutschlandausflug mit Abstecher in Luxemburg. Die 4 Konzerte in Hamburg, Tuntange, Regensburg und Konstanz und die damit verbundenen 4000 Kilometer boten genügend Platz für zahlreiche Erlebnisse und Abenteuer - Einen kleinen Auszug daraus gibt es in diesem Blog.

Auf Achse


TAG 1 und 2
(Nürnberg/Hamburg)

Da es ja doch ein Stückchen ist nach Hamburg, haben wir die Strecke in zwei geteilt und erstmal eine Nacht in Nürnberg verbracht – So wie richtige Reisende das tun, in einem Motel neben der Autobahn, um kräftig Zeit zu sparen. Das Summen des zuvor geplünderten Getränkeautomaten und die vorbeischnellenden Wagen in naher Entfernung wogen uns überraschend gut ins Land der Träume, für welches gerade mal ein paar Quadratmeter vorgesehen waren. 

Quer durch Deutschland

Lange war sie jedoch nicht, die Nacht, denn zeitig um 9 ging’s dann weiter Richtung Norden. Umso länger war dafür die Fahrt. Fahrt - so fad wie das Wort auch die Tat.
Was blieb in Erinnerung – Das endlose Vorbeiziehen der Mittelstreifen, unfassbare Manöver risikobereiter Autofahrer, lustige Lastwagenaufschriften und die schlimmsten Kaffees der Erde.
Endlich angekommen in Hamburg, hatte sich jeder dann doch wieder sehr schnell an die Freiheit gewohnt. Bewegung kann so schön sein.
Da wir aus Zeitgründen noch nicht in unserer Unterkunft einchecken konnten, spazierten wir mal gemütlich am Fischmarkt beziehungsweise Hafen entlang. Ein kühler Wind und ein leichter Meeresduft lies vor allem mein Herz wieder höher schlagen – Ich liebe den Norden. Wie’s den anderen dabei erging? Keine Ahnung, hab wohl nicht gefragt in meiner Euphorie.
Die Idylle, umrahmt von einer lautstarken Anti-Atomkraft Demonstration nebenan. Geschwächt von der Reise, verschlug es uns in ein nahegelegenes Restaurant. Fisch, ja, Fisch wäre angebracht gewesen in der Hansestadt. Auf den Tisch kam jedoch die beste Currywurst aller Zeiten – so unendlich gut, dass ich sie jetzt unbedingt erwähnen wollte.


Dave hielt die göttliche Speise auf einem Foto fest


Gestärkt und zufrieden bezogen wir unsere Herberge und fuhren dann anschließend direkt zum KIR. Dort trafen wir gleich auf die freundlichen ‚Four Colours’ welche den gesamten Konzertabend organisierten und schon fleißig am Aufbauen waren. (Danke noch mal an dieser Stelle)
Es war dann schon relativ spät geworden und nach dem Soundcheck trudelten die ersten Gäste in den Club. All die lieben Leute und deren gute Stimmung machten den Abend zu einem sehr schönen Erlebnis.
Unseren Bus inklusive Equipment in Sicherheit gebracht und mit Motivation im Gepäck, stürzten wir uns ins Hamburger Nachtleben – nein nein, diesmal nicht Reeperbahn.
Zu späterer Stunde ging’s dann zurück in unsere Zimmer, doch irgendwie war uns das dann noch immer nicht genug Hamburg. Gleich um die Ecke fanden wir eine interessante Bar, welche sich sehr gut für ein Abschlussgetränk anbot. Gemütliche Atmosphäre und best of Hildegard Knef. Ja, mir hätte auch das gereicht to be honest, doch als uns plötzlich der freundliche DJ darauf aufmerksam machte, dass es irgendwo einen Keller gab, fanden wir uns 5 Minuten später eine Stock tiefer. Wäre der Abgang nicht als Bücherregal getarnt gewesen, wären wir vielleicht schon viel früher dort gelandet. Pochende Clubmukke – genau was wir brauchten.
Taub und müde fielen wir in unsere Betten und erwachten schon kurze Zeit später durch das gnadenlose Gebrüll der Marktschreier.

TAG 2
(Tuntange/Luxemburg)

Runter ins idyllische Luxemburg


Natürlich waren wir noch nicht ganz ausgeschlafen. Das sollte sich aber noch ändern während der 6-stündigen Fahrt, welche wir vor uns hatten. Auf natürliche und mh, andere Weise - durch Fritz-Kola, denn die hatten wir en masse an Board. Mhjam! Hummel Hummel – Mors Mors!

vielviel Koffein


Von einer eiskalten regnerischen Hafenstadt ins harmonische 30° heiße Tuntange, Luxemburg. Temperaturschwankungen können ganz schön unter die Haut gehen.
Food For Your Senses, ein sehr interessantes Festival. 3 Tage, 3 Bühnen, mehr als 80 Bands und ein überdimensionaler Backstagebereich, welcher jeglichen Kontakt mit anderen Bands schier unmöglich erscheinen lies.
Die pralle Sonne verzieh keinem im Publikum die durchzechten Nächte und auch die Tanzbewegungen Vereinzelter, ließen auf ein feuchtfröhliches Wochenende schließen. Um ganz ehrlich zu sein, war auch bei uns die vergangene Nacht nicht unbemerkt vorbeigezogen.
Nachdem wir nach der Show unser Equipment wieder in den Bus verfrachtet hatten, beschlossen wir nach 2 Stunden Bands anschauen und vergeblicher Sitzgelegenheitssuche, in unserer Unterkunft einzuchecken.
10 Stunden Schlaf und eine gute Dusche – bereit für die nächste Hürde.

Weiter geht’s im nächsten Blog!

- Toby

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